ICH BIN DANN MAL WEG!

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(Hermann Hesse: Stufen)

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Golf von Biskaya [7 km] Bergung, privater (Ab-) Stellplatz

Wir erinnern uns, das hatte ich über die Anfahrt geschrieben: Der letzte Kilometer ist wirklich nur etwas für absolut schmerzfreie Camper (gilt für Mann & Material). Jonson, der alte Overcrosser, wäre stolz auf mich und meinen Kuschelcamper, der Offroad eigentlich überhaupt nicht mag.

Heute galt dies für den ersten Kilometer! Als wirklich zu viel für meinen frontgetriebenen Onroad-Kuschelcamper haben sich dabei nur ein paar sandige (Höhen-) Meter erwiesen, die aber ohne fremde Hilfe nicht zu schaffen gewesen wären! Gut, wenn man neue Freunde hat, die mal eben das erforderlich Bergungs-Equipment beim Landwirt ihres Vertrauens organisieren, der sie, mit einem breiten Lächeln im Gesicht, offenbar für ähnlich verrückt hält, wie – nachdem er meine Geschichte gehört hatte – mich; was mir die gesamte Truppe aber noch nur viel, viel sympathischer macht! @Rolf: Du hättest hier, wie ich, ’ne Menge Spaß! 🙂

Nun steht mein Kuschelcamper, der sich ansonsten auch heute wieder sehr gut geschlagen hat, für einige Zeit privat. Ich selbst werde während selbiger auf Schusters Rappen weiterreisen und wieder in Steinhäusern schlafen. Und obwohl ich mir diese Art des Unterwegseins vor ein paar Tagen noch nicht einmal im Traum hätte vorstellen können, fühlt sich mein Leben – vielleicht sogar gerade deshalb – wieder verdammt lebendig an! 🚀

Und wie geht’s weiter!?

Keine Ahnung! Aber ich bin gespannt, ob ich aus den Fehlern der Vergangenheit wirklich etwas gelernt habe und ob ich aus der Endlosschleife meines freien und gefährlich süßen, letztlich aber völlig unverbindlichen und somit eigentlich belanglosen Lotterlebens (andernorts auch gerne beschönigend Rumtreiberei genannt) tatsächlich nachhaltig aussteigen kann. 🤔

Bis dann, man liest sich!📵

Golf von Biskaya [0km] Emma!

Emma ist Ü30, Niederländerin, total mein Typ und spricht Deutsch mit einem Akzent, der mich sofort dahin schmelzen ließ! Bereits nach der zweiten Silbe lag ich ihr zu Füßen! Wobei sie, wie sie mir wenig später erzählte, gerade auf selbigen unterwegs ist nach Santiago de Compostela und darüber hinaus bis ans Cabo de Finisterre. Im Augenblick macht sie bei Freunden für ein paar Tage Rast. Und es ist, als ob wir uns schon ewig kennen.

Dass wir den Rest ihres Weges bis ans Ende der Erde – und vielleicht auch noch darüber hinaus – (dann hoffentlich nicht nur) per pedes (!) gemeinsam gehen sollten, habe ich für mich bereits beim ersten Blick in ihre Augen entschieden! Für Emma war das, wie ich heute weiß, erst nach einem zweiten Blick – in meinen Kuschelcamper! – und etwas Tee nebst Gebäck klar! ❤️ ❤️

Bis dann, man liest sich! 📵

Golf von Biskaya [0 km] Flieg‘, Udolein! Flieg‘ – flieg‘, flieg‘, flieg‘!

Wenn DU glaubtest schon ganz unten zu sein und trotzdem immer noch weiter fällst, dann breite einfach DEINE Flügel aus und flieg‘ wieder empor!

Wie, DU hast keine Flügel!?

DU bist die Krone der Schöpfung, wie kannst DU da glauben, nicht fliegen zu können!?

Okay, dann suche DIR wenigstens einen Engel, wie EMMA, der DICH unter seine warmen Fittiche nimmt und DIR wieder zeigt, wie das mit dem Emporfliegen geht!

🙂

Bis dann, man liest sich! 📵

 

Golf von Biskaya [0 km] keine weiteren Gespräche mit Gott!

Nachdem mir mein Schrauber, er ist katholisch getauft, gefirmt und noch immer Member, per Kommentar mitgeteilt hat, dass ich wahrscheinlich nicht mit IHM, sondern mit dem ANDEREN, also mit dem Leibhaftigen rede, habe ich die Konversation sofort eingestellt und habe gestern, als hätte der Himmel – also ER – sie mir geschickt, bei einem Strandspaziergang eine neue Gesprächspartnerin getroffen. Ich habe mich getraut und habe Emma auf einen Tee in meinen Kuschelcamper eingeladen.

Und ob ihr es glaubt oder nicht: Emma hat ohne Zögern angenommen! Und wir haben Tee getrunken und haben geredet bis die Sonne im Meer versunken war.

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Im Augenblick sieht es so aus als würde meine Südwesteuropa-Rundfahrt 16/17, ja vielleicht sogar mein ganzes Leben, eine ganz gewaltige Wendung nehmen. Denn EMMA will MICH wiedersehen – und ich bin, die Gelegenheit nutzend, diesen Beitrag ins Netz zu stellen, just auf dem Weg zu IHR. ❤️

Bis dann, man liest sich! 📵

Golf von Biskaya [44 km] und Gespräch mit Gott!

Die sechste Etappe meiner Südwesteuropa-Rundfahrt 16/17 ist mit der Ankunft irgendwo am Golf von Biskaya nun ebenfalls geschafft. Ich stehe hier – frei, freier geht es nicht – an einem kleinen, einsamen Strand mit Blick auf den Nordatlantik. Der letzte Kilometer ist wirklich nur etwas für absolut schmerzfreie Camper (gilt für Mann & Material). Jonson, der alte Overcrosser, wäre stolz auf mich und meinen Kuschelcamper, der Offroad eigentlich überhaupt nicht mag. GPS-Koordinaten zu nennen, wäre absolut nicht in Jonsons Sinne und bei diesem Platz sogar mindestens grob fahrlässig. Also lasse ich es lieber. Außerdem sollte mit diesem sehr speziellen Ort wirklich nur der belohnt werden, der sich was traut und ihn auch ohne fremde Hilfe findet. 🙂

Hat ER, nach biblischer Überlieferung, die Welt nicht auch in sechs Etappen (Tagen) erschaffen (geschafft)? Und diesen Ort hat ER vermutlich zuletzt kreiert, um sich just an dieser Stelle am siebten Tage von all seinem Geschaffe ein wenig auszuruhen. Bei mir: Gefahre; 1.144 km seit Emmendingen – lang, lang ist’s her!

Ich glaube, dieses Fleckchen Erde hat der liebe Gott ganz alleine für SICH (und MICH!) gemacht:

20161103_1530150Das musste einfach sein: Der freche kleine Udo wäscht seine Füße in Unschuld – äh: im Atlantik. Weitere Bilder vom Golf von Biskaya gibt es [HIER].

Und das Beste: 📵 Internet hat ER hier total vergessen, das gibt es erst wieder oben an der Straße! Also beste Voraussetzungen für ein kleines glückliches Leben am Strand. 🙂

Erstes Gespräch mit Gott:

Aber, aber Udo! It’s not a bug, it’s a feature! Denn es bedeutet für DICH: no internet: no blogs, no Geblogge und vor allem: weit und breit keine, wie DU sie gerne nennst, Social-Media-Junkies oder bloggenden Wichtigtuer um DICH herum! Mehr kann ICH im Augenblick wirklich nicht für UNS tun!

Hallo! Wer spricht denn da?

Na, eben ER! DER, der nicht nur dieses netzfreie Fleckchen Erde erschaffen hat. DER, den DU eben noch als lieben Gott bezeichnet hast. Wobei ICH das überhaupt nicht bin, denn …

DU sprichst zu MIR!?

Ja sicher, Udo! Ich spreche zu meiner gesamten Schöpfung, unentwegt! Aber nur die wenigsten können mich hören, weil sie ständig mit sinnfreien und oder nutzlosen Dingen beschäftigt sind, wie beispielsweise Bloggen! Freut mich, dass DU MICH endlich wieder hören kannst. Denn in den letzten Tagen habe ich mir wegen DEINEM Geblogge schon ernsthafte Sorgen um DICH gemacht. Udo, hast DU denn nichts Sinnvolleres zu tun!?

Aber DU weißt doch, dass die Bloggerei, schreibend & lesend, nur eine Randnotiz in meinem Leben ist, ein harmloser Zeitvertreib, mehr nicht. Nicht der Rede wert! DU solltest das bei MIR deshalb nicht überbewerten! Bloggen ist nicht mein Leben! Da ist noch viel, viel mehr …

Lieber Udo, dann habe ICH in diesem Zusammenhang gleich mal eine ernsthafte Frage an DICH: Warum willst DU unbedingt nach Portugal zum Treffen dieser Facebookgruppe – wo DIR diese Social-Media-Junkies und bloggenden Wichtigtuer doch eigentlich total am Arsch vorbei gegen!?

Wieso, weshalb, warum!? ICH verstehe es ja selbst nicht! Und am Arsch vorbei – also hör‘ mal, so habe ich das aber nicht gesagt! Oder weißt DU da mehr als ICH, DU hast MICH schließlich gemacht! Also wenn DU MICH schon ernsthaft fragst: I think, it’s a bug in my operating system! Vielleicht hat es aber auch etwas mit einer schlimmen Kindheit in einem früheren Leben zu tun, denn in diesem Leben war sie was man wohlbehütet nennt. Okay, ich wäre fast einmal an einem goldenen Löffelchen erstickt, das mir meine Nanny …, geile Schnitte, wie mein Vater fand …

Nee, nee, Udo, das kannst DU MIR nicht in die Schuhe schieben. Bei MIR gibt es keine Systemfehler und ICH bin auch nicht für schlimme Kindheiten, geile Nannies und oder Väter … verantwortlich. Das war bestimmt der ANDERE! DER, der für DEINE dunkle Seite und all die anderen schlimmen Dinge in DEINER WIRKLICHKEIT zuständig ist.

Der ANDERE, welcher ANDERE? Ich dachte immer, DU bist der große Zampano, der im Hintergrund alle Fäden zieht. Wenn es einen ANDEREN gibt, dann könnte es ja auch noch andere ANDERE geben!? Bist DU doch nicht der Chef vom GANZEN!? Habe ich vielleicht deshalb so viele Stimmen in meinem Kopf, weil DIE alle, wie DU jetzt gerade, unentwegt auf mich einquatschen!?

Ach, Udo, DU hast es wohl immer noch nicht begriffen: ICH, DU, ER, SIE, ES, WIR, IHR, SIE, die Leute von der Facebookgruppe, DEINE Ex-Frauen und Gespielinnen …, DEINE Freunde, Feinde … die bloggenden Wichtigtuer/Schönschreiber und all die anderen Statisten, die durch DEIN Leben huschen, DEINE Stimmen im Kopf …, all das, von dem DU glaubst, dass es außerhalb von DIR, dass es völlig unabhängig von DIR existiert, ist DEINE eigene Kreation! DU ALLEINE hast das ALLES erschaffen, niemand sonst! Und es EXISTIERT SO (!) auch nur für DICH in DEINER Welt. Denn es gibt für DICH keine WIRKLICHKEIT außerhalb von DIR selbst; denn DEINE scheinbar äußere WIRKLICHKEIT ist in WIRKLICHKEIT in DIR – und nur in DIR! Sonst ist da NICHTS, was außerhalb von DIR in DEINE WIRKLICHKEIT hineinwirken könnte!

Hä!? Was ist denn das für ein Stuss!? Dann wäre ICH ja für den gesamten Mist – aber auch für all das Schöne und Gute, das MIR auch ständig begegnet, selbst verantwortlich!? Diesen Unfug mußt DU MIR unbedingt genauer erklären. DU bist doch DER, der DU vorgibst zu sein und nicht nur ein weiteres Hirngespinst in MEINEM Schädel!? ICH brauche doch nicht etwa schon wieder neue Medikamente!? Denn langsam habe ICH alle Wirkstoffe durch!

Udo, Kleingläubiger, keine Sorge, DU bist gesund, wie ICH es bin! Und DU brauchst auch keine neuen Medikamente. Wirf einfach die bisherigen regelmäßig ein, dann wird alles gut. Warum, glaubst DU, habe ICH DICH an diesen einsamen, netzfreien Strand geführt? Damit WIR genau diesen STUSS ungestört MITEINANDER bereden können. Udo, remember: It’s not a bug …!

DU hast mich hier her geführt!?

Nein, Udo, das hast DU schon SELBST getan! Vielleicht war es ja auch DEINE Begleiterin, Frau Becker!

Hä!? Ich habe eine Begleiterin!? Ich dachte, das sei ein Navigationsgerät!

Udo, beende diesen Beitrag, geh‘ hinauf zur Straße, schicke ihn weg und komm‘ zurück. Dann werde ICH DIR ALLES ganz genau erklären. Und DU wirst sehen, dass WIR dafür alle Zeit der Welt haben! Denn ZEIT ist auch nur so ein Konzept, das …

Könntest DU das nicht von hieraus erledigen, wenn DU …

Udo, tu‘ einfach was ich DIR aufgetragen habe!

Okay, okay! Bist DU noch hier, wenn ich wiederkomme?

Klar, Udo, wo solltest DU sonst sein, wenn nicht hier, nachdem DU wiedergekommen bist?!

Hä!?

Fortsetzung folgt …

GOTT spricht mit MIR!? Eigentlich bin ICH ja eher Agnostiker, vielleicht auch Buddhist, vielleicht sogar Nihilist, vielleicht auch nur ein Projektorist. Hä! Was ist das denn? Na, ganz einfach:

Ein Projektorist ist ein Anhänger der von mir soeben entwickelten Projektionslehre – als Lehre von der Selbst-Projektion im theologischen, philosophischen, soziologischen, psychologischen, metaphysischen, transzendentalen … also in einem allumfassenden, alleine die optische Projektion (📽) – als Gegenstand der Physik – ausschließenden Sinne. Ein ausführlicher Beitrag folgt in meiner neuen, kostenpflichtigen Vorlesungsreihe: 🎓 Studium Banale by Udo van Camper. Nicht zu verwechseln mit dem Studium Generale, das andernorts meist kostenfrei angeboten wird. Digitale Vollpfosten können ab sofort mit einem frankierten Rückumschlag (bitte Beschriftung nicht vergessen!) bei der Camper University Inc., Delaware, USA, ein kostenloses Stipendium für Minderbemittelte (in jedem nur denkbaren Sinne!) beantragen.

Sonst noch was?

Danke, GOTT (!?), dass ich mein Leben immer wieder – voller Staunen und auch Demut, an solch magischen Orten verbringen darf! An denen ich auch immer wieder erahne, was wahres Glück ist, weil meine geschwätzige dunkle Seite und der ganze Wahnsinn dort draußen (bzw. in mir drinnen – siehe oben) zu derlei Orten keinen Zutritt hat. 🙂

🏁 Für die Anfahrt habe ich die vorhandenen Straßen, Wege und Stege (Brücken wäre übertrieben) benutzt. Auf selbigen geht es dann auch irgendwann wieder weiter zum nächsten Zielort: Zumaia.

Dann heißt es nach längerer Absenz auch für den frechen kleinen Udo wieder: Bienvendia en España!

Bis dann, man liest sich! 📵

Messanges-Plage [274 km]

Die fünfte Etappe meiner Südwesteuropa-Rundfahrt 16/17 ist mit der Ankunft in Messanges-Plage nun ebenfalls Geschichte. Ich stehe hier, unfrei, auf dem bekannten Stellplatz an der D82 in den Dünen kurz vorm Strand. Viele Blogs haben zuvor von hier berichtet, weshalb ich mir auch selbst einmal einen Eindruck von diesem Sehnsuchtsort verschaffen wollte. Meine Sehnsucht wurde hier allerdings nicht gestillt, was teilweise am Wetter, hauptsächlich aber am fehlenden Blick auf’s Meer liegen mag. Für alle Rundfahrer, die sich ein eigenes Bild machen wollen, hier die Koordinaten für den Zieleinlauf: 43.8158 , -1.4008. 

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Weitere Fotos vom Zielort gibt es [HIER].

Für die Anfahrt habe ich die vorhandenen Straßen benutzt. Da dieser Platz nicht so ganz meiner ist, geht es dann auch gleich morgen auf selbigen weiter zum nächsten Zielort: Ein ruhiges Plätzchen an einem einsamen Strand mit freier Sicht auf den Nordatlantik.

Bis dann, man liest sich!

Roullet-Saint-Estèphe [264 km]

Nach zwei weiteren Ruhetagen (verdammt, so komme ich nie nach Portugal zum Treffen der Facebookgruppe) ist die vierte Etappe meiner Südwesteuropa-Rundfahrt 16/17 mit der Ankunft in Roullet-Saint-Estèphe ebenfalls geschafft. Ich stehe hier, wie immer frei, schon wieder auf einem lauschigen Plätzchen an einem kleinen Gewässer; dessen Koordinaten werde ich in feinster Jonson-Manier allerdings ebenfalls für mich behalten, denn dieser Blogbeitrag soll auch nicht die Ursache für Massensprints oder gar Massenankünfte von anderen Rundfahrern sein. Wer dergleichen aber mag, kommt gewöhnlich hier: 45.5806, 0.0446 ins Ziel. 🙂

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Weitere Fotos vom Zielort gibt es [HIER].

Für die Anfahrt habe ich die vorhandenen Straßen benutzt. Auf selbigen geht es dann gleich morgen (versprochen!) weiter zum nächsten Zielort: Irgendwo am Atlantik.

Bis dann, man liest sich!

Hilfe, ich habe die Oscarlottas geliked! [0 km]

Jaaaa verdammt, es stimmt, ich habe die Oscarlottas geliked. Und das in aller Öffentlichkeit! Ich habe sie sogar schon dreimal geliked: [HIER] und [HIER] und [HIER]. Wobei es nicht ganz stimmt, denn eigentlich habe ich die Fix-und-Boxi-s (schreibt man das so?) geliked. Denn ich finde, dass die Oscarlottas mit ihrem Fix-und-Boxi-Blog erwachsener geworden sind. Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn ich habe sie [HIER] auch schon rebloggt; allerdings haben sie den entsprechenden Hinweis

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auf ihrem Blog nicht freigeschaltet, weil sie mit dem frechen kleinen Udo

vermutlich nix zu tun haben wollen. Liken darf ich euch trotzdem! 😛

Man sieht, es gibt beim Erwachsenwerden also noch Luft nach oben, wie bei allen mir bekannten Bloggern, oder habt ihr schon mal einen wirklich Erwachsenen bloggen gesehen. 🙂

Wie auch immer – die Oscarlottas scheinen auf dem richtigen Weg zu sein und nur dafür habe ich sie (als Ermutigung!) gleich mehrfach geliked! Ist doch toll – oder!? Ob das wirklich so ist, wird sich spätestens in der Adventszeit zeigen. 😉

Hier wird es dieses Jahr kein Advents-Special geben, so viel sei an dieser Stelle schon mal verraten – obwohl mein Adventskalender 3.0 samt Gewinnspiel im letzten Jahr doch ziemlich geil war, wie ich finde. 👏

Bis dann, man liest sich!

Bloggen, um zu floppen!? [0 km]

Warum bloggst du?

Bloggst du, um zu floppen!? So, wie ein mehr – oder besser: weniger? – bekanntes Gewinnspiel dieser Tage? Bei jedem Offline-Kleintierzüchterverein wären bei dieser Gewinnsumme garantiert mehr Lose über den Tisch gegangen.

Flop des Tages:

Bei einer Tombola im Gesamtwert von 1.780,00 € und einem Netto-Verkaufserlös in Höhe von 2.303,77 € ergibt sich gerade mal ein Einsatz-Erlös-Verhältnis von 1 : 1,295. Also mit einem Tombola-€ wurde gerade mal 1,295 € Wohltätigkeit organisiert. Hier trotzdem von einem Erfolg zu sprechen, ist pure Schönschreiberei!

Man kann die Realität auch so beschreiben: Von dem insgesamt eingesetzten Kapital in Höhe von 4.610,00 € (Sponsoren: 1.780,00 €, Losverkauf: 2.830,00 €) ist weniger als die Hälfte bei den bedürftigen Hunden angekommen. Mehr als die Hälfte wurde an die Loskäufer, den Staat und Paypal ausgeschüttet.

Hinzu kommt: Wenn die Veranstalter die Zeit für die Abwicklung dieser Charity-Aktion produktiv genutzt und zu den üblichen Stundensätzen abgerechnet ebenfalls direkt gespendet hätten, dann würde das Mißverhältnis noch viel krasser ausfallen.

Dabei habe ich wirklich alles getan, damit diese Aktion ein Erfolg wird. Kuckst du [HIER] und [HIER]! Es scheint laut Bestell-Statistik kurz vor Schluß ja auch etwas gebracht zu haben. Aber habe ich wirklich alles getan? Vielleicht hätte ich selbst einfach mehr Lose kaufen sollen. Nur zu den anderen zu sagen: „Kauf‘ du mal!“, so wie [HIER], hat offenbar nicht gereicht. Es kann natürlich auch sein, dass jeder Offline-Kleintierzüchterverein eine größere Öffentlichkeit erreicht und auch mobilisieren kann, als alle Kampagne-Blogger zusammen. Aber hätte man das als Internet-Marketing-SpezialistIn nicht vorher wissen können, ja sogar wissen müssen!?

Fazit:

Hauptsache, man kann sich via Social-Media in Wort und Bild und Ton als Charity-Stars selbst feiern! 😇

Vielleicht ist es ja auch von Anfang an nur darum gegangen, sich selbst zu vermarkten. Denn wahre Wohltätigkeit ist nicht mehrwertsteuerpflichtig!

Wenn alle alles direkt gespendet hätten, dann wären bei den bedürftigen Hunden über

5.000,00 €

angekommen! 😱

 

Wißt ihr was, mir ist es mittlerweile schnurzpiepegal warum, weshalb, für wen oder was, geschweige denn, wofür ihr bloggt. Macht doch einfach, was ihr wollt! Ich mach’s ja auch! Deshalb werde ich die Blog-Motiv-Forschung mit sofortiger Wirkung einstellen und das angekündigte Gewinnspiel canceln. Interessiert doch offenbar eh kein Schwein, warum gebloggt wird.

Außerdem habe ich absolut keinen Bock, mit meinem Gewinnspiel, bei dem es für die mitspielenden Blogger allenfalls Selbsterkenntnis zu gewinnen gäbe, ebenfalls zu floppen.

Ein guter Mensch kann man übrigens auch ohne Gewinnspiele oder sonstige Charity-Aktionen sein. Denn man kann auch einfach direkt helfen – ohne Mehrwertsteuer und irgendwelche Paypal-Gebühren. Okay, das kann man dann aber nicht so an die große Social-Media-Glocke hängen. Hä!? Wieso, als Blogger kannst du doch alles an die große Glocke hängen! Ja, ja, aber du kannst es nur an deine große Glocke hängen und wie weit die gehört wird, zeigt dir ganz einfach ein Blick in deine Blogstatistik. 😳 Ja, jeder Offline-Kleintierzüchterverein erreicht eine größere Öffentlichkeit! Und ja, deine ach so große Glocke ist in Wahrheit nur ein ganz, ganz, ganz … kleines, in den Weiten der Blogosphäre unhörbares Bimmelchen! 😭 Was selbstverständlich auch für diesen Blog gilt – aber: ich bin mir dessen, vielleicht im Gegensatz zu dir, vollkommen bewußt. 🙂

Lieber LeserIn, kennst du eigentlich den Unterschied zwischen guten Menschen und Gutmenschen? Nein? Dann gehörst du vermutlich zu den letzteren. 🙂

Bis dann, man liest sich!

P.S.: Lieber LeserIn, falls du nun einwendest, dass man auch anderer Meinung sein kann und dass das von Tanja und Andre eine ganz tolle Charity-Aktion gewesen sei, dann sage ich dir: sicher, jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten – und die Fakten sprechen bei dieser Charity-Aktion nun einmal für sich. 🤔